Schächten

Pressemeldung des Bundesverband Tierschutz e.V. zum geplanten Schlachthof in Neuss

Pressemeldung des Bundesverband Tierschutz e.V. zum geplanten Schlachthof in Neuss

Schächten ist in Deutschland grundsätzlich verboten

Moers, den 18.12.2015: Wie die NGZ Neuss am 17. Dezember 2015 berichtete, gibt es Pläne, einen seit 2004 still gelegten Schlachthof wieder in Betrieb zu nehmen. Der gebürtige Perser Amir Baharifar betreibt seit Ende Oktober auf dem Schlachthofgelände eine Metzgerei, in der Halal-Fleisch verkauft wird, und möchte nun in der Schlachtanlage Tiere schächten.
Der Investor müsste eine veterinärrechtliche Genehmigung beantragen und einen Bauantrag für die Wiedergenehmigung des Schlachthofes bei der Stadt Neuss. Doch Amir Baharifar hat beide Schritte noch nicht getätigt; er lässt laut Medien vorab prüfen, ob ein neues Genehmigungsverfahren nötig sei oder es sich eben nur um eine Wiederinbetriebnahme des ruhenden Schlachthofes handelt.
Der Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT) hat die Ankündigung des möglichen Investors zur Kenntnis genommen und verweist in diesem Zusammenhang auf das deutsche Tierschutzgesetz, das das Schächten von Tieren grundsätzlich verbietet. Es ist nur mit einer

Ausnahmegenehmigung möglich, wenn nachgewiesen werden kann, dass das Schächtfleisch ausschließlich an Personen verkauft wird, denen der Glaube den Verzehr geschächteten Fleisches zwingend vorschreibt.


Doch gerade diese Voraussetzung sieht der BVT in der Realität als nicht gegeben an. Es kann nicht garantiert werden, dass das geschächtete Fleisch ausschließlich an Verbraucher muslimischen Glaubens abgegeben wird. Im Gegenteil könne es sein, dass Menschen das Schächtfleisch ohne Kenntnis der Hintergründe kaufen würden.
Beim Schächten wird den Tieren bei vollem Bewusstsein die Kehle durchgeschnitten.

Pressekontakt:
Bundesverband Tierschutz e.V.
Dr. Jörg Styrie
Geschäftsführer
0172 / 4769539

 

BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ fordert illegale „Hinterhof-Schlachtungen“ anlässlich des Opferfestes „Kurban Bayrami“ zu unterlassen

Berlin, 23.09.2015: Vom 24. September bis 27. September 2015 findet weltweit als Abschluss des Fastenmonats Ramadan das Opferfest „Kurban Bayrami“ statt. In Gedenken an den Propheten Ibrahim, der bereit war, seinen Sohn Ismail an Allah zu opfern, ist nach islamischen Ritus jeder wirtschaftlich besser gestellte Muslime aufgerufen,  während dieser Zeit ein Schächtopfer zu bringen. Geopfert werden in der Regel Schafe und Rinder. Beim Schächten wird den Tieren bei vollem Bewusstsein, also ohne vorherige Betäubung, die Kehle durchgeschnitten, wobei die Tiere erhebliche Qualen erleiden.

Obwohl  in Deutschland das Schächten von Tieren grundsätzlich verboten ist und nur in Ausnahmefällen vorgenommen werden darf,  wenn besondere religiöse Vorschriften ein Schächten zwingend vorschreiben, ist mit illegalen Schächtungen zum Opferfest  zu rechnen.

Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ  appelliert daher dringend an die Behörden, insbesondere auch in der Würdigung der Verankerung des Tierschutzes als Staatsziel, keine Genehmigungen zum Schächten zu erteilen, die Kontrollen zu verschärfen und Missachtungen des Schächtverbotes konsequent zu ahnden.

Selbst von maßgeblichen islamischen Religionsautoritäten wird eine „In-Ohnmacht-Versetzung” der Tiere durch eine reversible Elektrobetäubung als absolut religionskonform angesehen. Es besteht daher kein Grund, betäubungslos zu schächten.

Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ hat großen Respekt vor anderen Kulturen und Religionen, er fordert aber die 3,3 Millionen Mitbürger islamischen Glaubens auf, geltende deutsche Gesetze zu respektieren und keine Schächtungen vorzunehmen.
Zugleich weist der Tierschutzverband darauf hin, dass Landwirte, die Muslimen Tiere zum Schächten überlassen oder Schächtungen auf ihrem Hof zulassen, wegen Beihilfe belangt und nach § 27 StGB mit hohen Geldbußen, bis 25.000 Euro, bestraft werden können.

Quelle: http://bv-tierschutz.de/tierschutzthemen/schlachten-und-sch%C3%A4chten/

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